23.09.2016 / Feuilleton / Seite 11

Das Echo des Waldvögeleins

Probleme mit der Tradition: Gudrun Gut hat postmigrantische »Heimatlieder aus Deutschland« neu bearbeitet

Rafik Will

Bei »Heimatliedern« denkt man traditionell an schunkelnde Trachtenträger und dialektgefärbte deutsche Lieder, die von Bäumen, Bergen und Mädchen handeln. Um das zu ändern und eine Begriffsumwertung anzustoßen, haben Mark Terkessidis und Jochen Kühling 2013 das Projekt »Heimatlieder aus Deutschland« initiiert. Unter diesem Label versammeln sich 20 Bands, Chöre und Solokünstler, die in Deutschland leben und einen sogenannten Migrationshintergrund haben. Sie interpretieren auf traditionellen Instrumenten alte, überwiegend mündlich überlieferte Songs aus verschiedenen Regionen der Erde – in der jeweiligen Originalsprache. Bislang sind zwei »Heimatlieder«-Sampler veröffentlicht worden, der erste 2013, der zweite 2015.

Gab es vom ersten Sampler schon 2013 ein Remix-Album, an dem verschiedene Electro-Musiker mitwirkten, hat Gudrun Gut nun den zweiten Sampler im Alleingang unter dem Titel »Vogelmixe« neu bearbeitet. Das heißt, sie hat die handgemachten Lieder mit ...

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