22.09.2016 / Ausland / Seite 7

Bildung bleibt Luxus

Südafrikas Studenten protestieren für freien Hochschulzugang. Minister will Arme nur von Gebührenerhöhung befreien

Christian Selz

Am Dienstag flogen auf dem Hauptcampus der Witwatersrand-Universität in Johannesburg Steine. Zunächst griffen Studenten die behelmten Mitarbeiter des privaten Sicherheitsdienstes an, die ihnen den Zugang zu einer Versammlungshalle versperrten. Anschließend bewarfen die Security-Kräfte die ungeschützten Studenten mit den Steinen, auch Schockgranaten kamen zum Einsatz. Nach Berichten verschiedener südafrikanischer Medien wurden dabei etliche Studenten und Journalisten verletzt.

Bei weiteren Demonstrationen am Mittwoch wurden Dutzende Studenten festgenommen. Anlass des Protests war eine Stellungnahme des für Hochschulbildung zuständigen Ministers Blade Nzimande, der den Universitäten am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Pretoria empfohlen hatte, die Studiengebühren im kommenden Jahr nach eigenem Ermessen um bis zu acht Prozent zu erhöhen.

Nzimande, gleichzeitig Generalsekretär der Südafrikanischen Kommunistischen Partei (SACP), die in Sü...

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