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22.09.2016 / Inland / Seite 5

Wo ein Job nicht reicht

Seit 14 Jahren hat die Vitanas-Belegschaft in Glückstadt keine Lohnerhöhung mehr bekommen

Johannes Supe

Mit nur einem Job wäre Ulf Krugmann glücklicher. Er wüsste auch, welcher das wäre: Pflegefachkraft, und zwar im psychiatrischen Zentrum des Klinikbetreibers Vitanas in Glückstadt. Die Umsorgung der Patienten hat Krugmann gemeistert, immerhin arbeitet er bereits seit etwa 20 Jahren in der Glückstädter Einrichtung. In Vollzeit. Doch ein Problem gibt es: Am Ende des Monats stehen auf dem Lohnzettel nach Abzug von Steuern und Beiträgen nur 1.600 Euro. »Mit dem Geld kann man einfach nicht ordentlich leben«, sagt Krugmann. Um den Lohn aufzubessern, absolviert er also einen Minijob, erledigt Gärtnerarbeiten auf einem Friedhof. Doch damit soll nun Schluss sein. Seit Dienstag befinden sich Ulf Krugmann und seine Kolleginnen im Warnstreik, um eine bessere Entlohnung zu erreichen. Am Mittwoch reisten die Glückstädter nach Berlin, wo sie vor dem Hauptsitz des Vitanas-Konzerns protestierten.

Bereits seit Oktober 2015 verhandelt die Gewerkschaft ver.di über einen Tarifv...

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