21.09.2016 / Thema / Seite 12

Der Staat im Kapitalismus

Über die Staatstheorie von Nicos Poulantzas. Der Politologe und Philosoph wäre heute 80 Jahre alt geworden

Ingar Solty

Heute jährt sich die Geburt des bekanntesten marxistischen Staatstheoretikers des 20. Jahrhunderts, Nicos Poulantzas, zum 80. Mal. Am 3. Oktober 1979 nahm er sich, gerade einmal 43 Jahre alt, das Leben. Zwei Jahre zuvor war sein Hauptwerk »L’État, le Pouvoir, le Socialisme« (»Der Staat, die Macht, der Sozialismus«) erschienen. 2002 wurde es unter dem Titel »Staatstheorie: Politischer Überbau, Ideologie, Autoritärer Etatismus« neu aufgelegt und erfreut sich in linken Lesekreisen seitdem großer Beliebtheit.

Poulantzas’ früher Tod bedeutete, dass sein Werk im Grunde genommen am Vorabend des Neoliberalismus endete und seine Staatstheorie nicht von ihm selbst im Sinne konkreter Staatsformanalysen weiterentwickelt werden konnte. Dies hat aber seiner Rezeption keinen Abbruch getan; im Gegenteil, fußen auf seinen Überlegungen doch etwa die Arbeiten von zahlreichen zeitgenössischen Staatsdenkern wie Bob Jessop, Joachim Hirsch oder Ulrich Brand.

Marxismus und ...

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