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21.09.2016 / Feuilleton / Seite 10

Eine ganz neue Welt

Mit »Tschick« wollte sich Wolfgang Herrndorf die Einsamkeit wiedererobern, Fatih Akins Verfilmung verliert sich in Provinzialität

Peer Schmitt

»Krümmung ist immer gut.«

(Wolfgang Herrndorf, »Tschick«)

In seinem Vorwort zur zweiten Auflage der »Wanderungen durch die Mark Brandenburg« gab Theodor Fontane dem Reisenden noch einen freundlichen Ratschlag mit auf den Weg: »Er muss den guten Willen haben, das Gute gut zu finden, anstatt es durch krittliche Vergleiche totzumachen.«

Das Gute guten Willens gutfinden und lebendig lassen. Immer wieder leichter gesagt als getan. Wie gut ist zum Beispiel Fatih Akins Verfilmung von Wolfgang Herrndorfs seltsam vielgelesenem Roman »Tschick«?

»Der Fänger im Roggen« in Berlin-Marzahn. Reiseidyll und Fluchtbewegung durch Wälder und Steppen Brandenburgs in einem geklauten Schrott-Lada. Die Achtklässler Maik Klingenberg (Tristan Göbel) und Andrej »Tschick« Tschichatschow (Anand Batbileg) auf der Suche nach einer »Walachei« (die es gibt, südlich der Karpaten, aber die natürlich eher eine generelle Richtung angibt – ganz weit draußen, fort von diesem jämmerlichen Hier der ...

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