17.09.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Ver.di will aussteigen

Sozialplan für wegfallende Jobs: Dienstleistungsgewerkschaft legt Szenarien vor, wie Deutschland ohne Kohleverstromung in die Zukunft gehen kann

Wolfgang Pomrehn

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat ein Gutachten vorgelegt, das einen aus ihrer Sicht sozialverträglichen Ausstieg aus der Kohleverstromung vorstellt. Die im Auftrag der Gewerkschaft tätige Berliner Beraterfirma »Enervis energy advisors« hat dafür drei Szenarien durchgerechnet: eines, bei dem auch 2050 noch einige Kohlekraftwerke laufen würden (»Retrofitszenario«), ein anderes, das eine Halbierung der Kraftwerkskapazitäten bis 2030 und den vollständigen Ausstieg bis 2050 vorsieht (»Referenzszenario«), und ein drittes, das einen Ausstieg bis 2040 kalkuliert (»Konsensszenario«). In allen drei Versionen würden ab sofort keine neuen Kraftwerke mehr ans Netz gehen. Die Zahl von heute noch 15.000 Beschäftigten in den Kohlekraftwerken würde in allen drei Fällen mit der Zeit abnehmen. Am höchsten wäre sie mit rund 8.600 im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2050 erwartungsgemäß im Retrofitszenario. Die Sozialplankosten wären im Konsensfall mit durch...

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