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16.09.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Wellness in der Todeszone

Der Tschad ist ein essentieller Bestandteil von Frankreichs kolonialem Hinterhof. Und das Regime opfert die eigene Bevölkerung zum Wohle des Westens

Raoul Rigault

Imperialistische Politik braucht Vasallen. Ohne solche lokalen Handlanger wäre beispielsweise die lange britische Kolonialherrschaft in Indien undenkbar gewesen. Frankreichs wichtigster Gefolgsmann im heutigen Afrika heißt Idriss Déby und ist Präsident des Tschad . Im Krieg gegen islamistische Gruppen und die nach Unabhängigkeit strebende Volksgruppe der Tuareg leisten seine Truppen dem Westen in Mali ebenso gute Dienste wie gegen die Rebellen im Niger, in der Zentralafrikanischen Republik oder gegen die Terrormiliz Boko Haram im Norden Nigerias und in Kamerun. Allein für die Kampftruppe zur Stabilisierung des Regimes in Mali stellt der Tschad mehr als 1.000 Soldaten.

Fünfte Amtszeit für den Chef

Geht es nach dem De-facto-Diktator in der Hauptstadt N'Djamena, dann hat diese Waffenbrüderschaft mit der schwächelnden »Grande Nation« noch eine große Zukunft. Schließlich begann für den 64jährigen Déby, der sich 1990 an die Macht putschte, Anfang August gerade se...

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