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14.09.2016 / Titel / Seite 1

Kampf um den Ölexport

Krieg zwischen Libyens konkurrierenden Regierungen. NATO und EU halten sich alle Optionen offen

Knut Mellenthin

In Libyen gibt es seit dem Wochenende eine neue militärische Front. Objekt des Streits ist der Ölexport, der bei weitem wichtigste Wirtschaftsfaktor des Landes. Die von General Khalifa Haftar geführte »Nationalarmee« (LNA) hat in einem Blitzfeldzug, der nur auf wenig Widerstand stieß, die Häfen und Ölterminals der ostlibyschen Städte Sidra, Ras Lanuf, Suwaitina und Brega besetzt. Die LNA untersteht formal dem international nicht anerkannten Kabinett in Beida. Sie wird oft als Tobruk-Regierung bezeichnet, weil dort das sie unterstützende Abgeordnetenhaus (HOR) seinen Sitz hat. Tatsächlich ist die LNA jedoch eher eine Privattruppe Haftars, der um 1990 von der CIA angeworben wurde und bis zur »Revolution« 2011 als US-amerikanischer Staatsbürger in Virginia lebte.

Haftar lehnt die vom Westen und der UNO eingesetzte »Einheitsregierung« ab, die seit Ende März in der Hauptstadt Tripolis residiert. Die Besetzung der Hafenstädte im sogenannten Öl-Halbmond, zu dem a...

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