10.09.2016 / Feuilleton / Seite 11

Das Demokratiespiel

Anschluss an den Weltkunstmarkt: Berliner Wahlkampf – eine Stippvisite

Helmut Höge

Es gibt legales und illegales Doping. Reiche Länder wie Katar oder BRD verhelfen etwa armen Spitzensportlern zu einem »anspruchsvollen Apartment in Vereinsnähe« und einer neuen Staatsbürgerschaft. Da wird in Null Komma nix eine halbe chinesische Tischtennismannschaft eingedeutscht. Arme Länder müssen im Zweifel auf selbsthergestellte chemische Mittel zurückgreifen. Ähnlich sieht es bei den Demokratiewettkämpfen aus. Weil die kleinen Parteien kein Geld haben, müssen sie schwarz Plakate kleben. Die übermächtigen Gegner lassen von Firmen flächendeckend Motive plakatieren, die sie von teuren Agenturen haben entwerfen lassen. Die SPD etwa wirbt heuer mit »Berlin bleibt – zusammen/frei/menschlich/weltoffen«. Werber finden diese Kampagne »visuell gelungen«, bemängeln nur, »dass der Inhalt fehlt«. Ja, nun! Auf welchem Wahlplakat fehlt der nicht?

Der Ortsverband Berlin-Steglitz-Zehlendorf der Partei Die PARTEI wirbt mit dem schönsten Jugendfoto seiner schon etwas ä...

Artikel-Länge: 4511 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe