10.09.2016 / Ausland / Seite 7

Operation Arsch retten

Brasiliens Parlament entscheidet über den Ausschluss seines früheren Präsidenten Eduardo Cunha

Peter Steiniger

Pate, Strippenzieher, Schattenmann: Eduardo Cunha verkörpert geradezu Brasiliens »Parlament der Korrupten«. »Cunha in den Knast« ist eine der zentralen Losungen der weiter anhaltenden Proteste gegen die Temer-Regierung. Als Präsident der Deputiertenkammer seit Februar 2015 war er die zentrale Figur hinter dem als Amtsenthebungsverfahren verkleideten Putsch gegen Präsidentin Dilma Rousseff, der am 31. August zu ihrem endgültigen Sturz führte. Der evangelikale Eiferer wirkte im Parlament als Lobbyist für kapitalfreundliche und rückschrittliche Gesetzesvorlagen. Er gilt als der Mentor von Rousseffs abtrünnigem Vize Michel Temer und gehört wie dieser der rechtsopportunistischen Partei der Demokratischen Bewegung (PMDB) an.

Nun geht es um seinen Kopf. Bis zum Hals steckt Cunha im Sumpf des »Lava Jato«-Korruptionsskandals rund um den Ölkonzern Petrobras. Schmiergelder in Höhe von mindestens fünf Millionen Dollar soll er im Zusammenhang mit dem Bau von Bohrin...

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