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10.09.2016 / Ausland / Seite 6

Streit um »Schutztruppe«

UN-Sicherheitsrat will 4.000 Soldaten in der südsudanesischen Hauptstadt Juba stationieren

Knut Mellenthin

Ein UN-Report, der am Freitag bekannt wurde, kommt zu einer äußerst kritischen Bewertung der Übergangsregierung des Südsudan, der im Juli 2011 selbstständig wurde. Über das vertrauliche Papier berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, der das Dokument offenbar zugespielt worden war.

Die Beobachtergruppe wirft der Übergangsregierung vor, sie behindere die Arbeit der seit fünf Jahren im Südsudan stationierten, gegenwärtig 12.000 Mann starken Friedensmis­sion UNMISS. Regierungsstreitkräfte hätten Personal und Operationen der UNMISS sowie anderer UN-Behörden »aktiv bedroht«. Die Bewegungen der Friedenstruppe seien erheblich eingeschränkt worden. Beide Seiten des südsudanesischen Bürgerkriegs, auch die bewaffnete Opposition, hätten Gewaltakte gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter internationaler Hilfsorganisationen begangen.

Forderungen nach einem Waffen­embargo gegen die Bürgerkriegsparteien fanden im UN-Sicherheitsrat bisher keine Mehrheit. Dem Bericht der B...

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