Gegründet 1947 Sa. / So., 16. / 17. Februar 2019, Nr. 40
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07.09.2016 / Feuilleton / Seite 14

Rotlicht: Bund der Vertriebenen

Jörg Kronauer

Wenigstens einmal habe er doch noch als Bundespräsident beim Bund der Vertriebenen (BdV) auftreten wollen, hat Joachim Gauck gesagt. Und so war er am vergangenen Samstag der Hauptredner beim Berliner Festakt zum jährlichen »Tag der Heimat«. Der BdV ist die zentrale Organisation im Geflecht der deutschen Vertriebenenverbände. Gegründet worden ist er im Jahr 1957 als Dachverband für eine eigenartige Doppelstruktur. Zum einen gehören ihm 20 Vereinigungen an, die – wie die Sudetendeutsche Landsmannschaft oder die Landsmannschaft Ostpreußen – Flüchtlinge und Umgesiedelte aus den früheren Ostgebieten des Deutschen Reichs strikt nach ihrer Herkunft organisieren. Das erleichtert es, gegenüber den jeweiligen Herkunftsgebieten geschlossen aufzutreten – um Entschädigungsforderungen zu stellen, wie es lange Zeit gang und gäbe gewesen ist, oder auch, um sich für die Bewahrung »deutschen« Kulturguts östlich der Bundesrepublik einzusetzen. Gleichzeitig unterhält der Bd...

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