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07.09.2016 / Inland / Seite 5

Lieber Arbeit statt Trinkwasser

Der Konzern K+S versalzt die Werra. Beschäftigte und Gewerkschaft wollen, dass das so bleibt. Nur dadurch ließen sich Stellen erhalten. Umweltschützer protestieren

Susan Bonath

Was ist wichtiger: Auflagen für trinkbares Wasser oder Arbeitsplätze für lohnabhängige Bergleute? Im thüringisch-hessischen Kalirevier führt diese Frage zu Differenzen zwischen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und dem Verein Werra-Weser-Anrainerkonferenz (WWA).

Die IG BCE ruft Beschäftigte und Angehörige dazu auf, am Donnerstag nachmittag mit einer 13 Kilometer langen Menschenkette von Unterbreizbach (Thüringen) bis Philippsthal (Hessen) zu demonstrieren. Ihr Ziel ist es, gefährdete Arbeitsplätze zu erhalten. Der Preis dafür wären weitreichende Genehmigungen für den Konzern K+S (Kali und Salz) für die Ableitung und Versenkung von Abwässern und Rückständen in die Werra und in den Boden. In Entsorgungspraktiken investieren, die geforderten Umweltstandards entsprechen, will das Unternehmen nicht. Das wäre aber nötig, um einer weiteren Versalzung der Flüsse Werra und Weser, in den erstere in Niedersachsen mündet, zu stoppen. Seit Mon...

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