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06.09.2016 / Ausland / Seite 2

»Rojava soll komplett isoliert werden«

Die AKP diskreditiert die Kurden in Nordsyrien, um ­die militärischen Angriffe der Türkei zu rechtfertigen. Ein Gespräch mit Mako Qocgiri

Gitta Düperthal

Aktuell bekämpfen türkische Militärs die Frauen- und Volksverteidigungseinheiten YPJ/YPG in den kurdischen Autonomiegebieten in Rojava in Nordsyrien – und damit ausgerechnet die bislang einzige und erfolgreich kämpfende Bastion gegen die Terrormiliz »Islamischer Staat«. Wie ist die Lage dort?

Die türkische Regierung hat ein neues Angriffskonzept: International posaunt sie herum, angeblich gegen den IS vorgehen und die Stadt Dscharabulus befreien zu wollen. Statt dessen aber schickt sie ihre Soldaten und Panzer, zusammen mit Kämpfern der sogenannten Freien Syrischen Armee, FSA, gegen die Kurden. Die FSA sind übrigens keine gemäßigten Oppositionellen, wie deutsche Medien es gern darstellen, sondern islamistische Gruppierungen wie Ahrar Al-Sham: Letztere sind dafür bekannt, ähnliche Ziele wie der IS zu verfolgen. Nachdem türkischen Truppen in die Städte Dscharabulus und in Al-Rai einmarschiert waren, übergab der IS diese kampflos an sie. Zu befürchten ist, da...

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