Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
Gegründet 1947 Mittwoch, 22. Mai 2019, Nr. 117
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03.09.2016 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Treffpunkt Sarkophag

Seit drei Jahrzehnten ist das Gebiet von Tschernobyl Sperrzone. Eine Besichtigung am Ort des Super-GAU

Andre Wokittel

Tschernobyl, eine Stadt im Norden der Ukraine, 15 Kilometer entfernt von der Grenze zu Belarus, war Namenspatron für die dort entstandenen Atomkraftwerke. 1977 wurde in der Nähe des einmal bis zu 14.000 Einwohner zählenden Ortes der erste Reaktor am Ufer des Flusses Prypjat in Betrieb genommen. Die Medienberichterstattung zum kürzlichen 30. Jahrestag der dortigen Nuklearkatastrophe brachte Tschernobyl wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein. Bereits seit 1999 ist der vom übrigen Land abgeriegelte Ort mit kommerziellen Touren erreichbar, die als »Katastrophentourismus« klassifizierbar sind. Mit Bussen in der Gruppe, aber auch individuell im Van können Besucher Einblicke in die Unwirklichkeit einer Sperrzone erhalten. Der typische Besucher ist männlich, zwischen 25 und 35 Jahre alt und sucht das Abenteuer. Umgerechnet etwa 170 Euro pro Kopf sind für einen solchen Ausflug zu berappen, abgesehen von Flügen und Hotels.

Es ist Sonnabend, der 26. April 198...

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