02.09.2016 / Inland / Seite 8

»Es fehlen Ansätze, Kriege und Armut zu bekämpfen«

Kurden protestieren gegen Politik der Türkei und Zusammenarbeit der Bundesregierung mit dem Land. Ein Gespräch mit Songül Karabulut

Claudia Wrobel

Warum rufen Sie für den heutigen Freitag zu einer Demonstration gegen den »schmutzigen Deal mit der Türkei« auf?

Der Anlass ist der Vertrag zwischen der EU und der Türkei, der landläufig Flüchtlingspakt genannt wird. Wir prangern die Zusammenarbeit mit dem Land unter der AKP an. Des weiteren wollen wir auf die unmenschliche Flüchtlingspolitik Europas und Deutschlands hinweisen. Unsere Forderung ist, dass dieser Deal mit sofortiger Wirkung gekündigt wird.

Welche Flüchtlingspolitik wünschen Sie sich statt dessen?

Generell halten wir wenig davon, Symptome zu bekämpfen. Es muss um die Ursachen gehen. Wir können die Flüchtlingsfrage nicht losgelöst von den Kriegen der Region sehen. Aber das passiert in der Politik kaum. Es fehlen die Ansätze, Kriege und Armut zu bekämpfen. Im Gegenteil. Wir beobachten immer mehr, dass der Westen direkt oder indirekt dazu beiträgt, Regime wie das in Ankara weiterhin an der Macht zu halten, auch die Bundesregierung mischt da mit. Z...

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