Schwarzer Kanal
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01.09.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Vetternwirtschaft in Athen

Regierung verschont die Elite des Landes. TV-Lizenzen versteigert, Gasprivatisierung gescheitert

Simon Zeise

In Athen begannen am Dienstag die Versteigerungen der TV-Lizenzen. Von den acht landesweit empfangbaren Fernsehkanälen sollen am Ende vier übrigbleiben. Die Regierung ist der Ansicht, der griechische TV-Markt sei wegen des Rückgangs der Werbung im Zuge der Finanzkrise nicht in der Lage, alle bisherigen Privatsender zu finanzieren. Regierungschef Alexis Tsipras hat den Besitzern der Privatsender außerdem wiederholt vorgehalten, Teil des etablierten Vetternwirtschaftssystems zu sein. Mitgeboten werden durfte ab drei Millionen Euro. Unter den acht Bewerbern befänden sich vornehmlich Reeder und Bauunternehmer, meldete dpa.

Die griechische Regierung braucht Geld. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise haben die Institutionen der Europäischen Union (EU) und der Internationale Währungsfonds (IWF) im Zusammenspiel mit Unternehmensberatungsfirmen Druck auf Athen ausgeübt. Die Kürzungsvorgaben führten dazu, dass das Bruttoinlandsprodukt von 320 Milliarden Euro 2008 auf 1...

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