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01.09.2016 / Ausland / Seite 7

Von der Schwierigkeit, auf die Krim zu reisen

Urlaub auf der Krim ist für viele Ukrainer mit Schikanen durch Grenzbeamte und Nationalisten verbunden

Dmitri Kowalewitsch

Der Zug aus Kiew hält in Nowoaleksandrowka, der letzten Station auf ukrainischem Gebiet vor der Grenze zur Krim. Es ist ein ärmliches Dorf in der von der Sommerhitze versengten Steppe. Der früher durchgehende Eisenbahnverkehr auf die Krim wurde 2014 von der Ukraine unterbrochen. Auf die Reisenden wartet eine große Zahl von Einheimischen, die sie für umgerechnet drei bis vier Euro zur Grenze zur Krim bringen wollen. Für die meisten ist das die einzige Möglichkeit, etwas Geld zu verdienen.

Vor zwei Jahren hatten die Bewohner einiger Dörfer in ihrer Naivität die Grenzmarkierungen verlegt, weil sie zur Krim gehören wollten. Seitdem sind sie den Repressionen der Regierung in Kiew ausgesetzt. Diese hatte dann Bataillone von Nationalisten in die Gegend verlegt, die ein weiteres Aufbegehren der Bevölkerung verhindern sollen.

In einer Kneipe erkundigt sich die Kellnerin vorsichtig nach unseren Ansichten. Als sie merkt, dass wir nicht zu den Nationalisten gehö...

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