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31.08.2016 / Ausland / Seite 7

Eltern schlagen Alarm

Argentinien: Noch immer »verschwinden« wöchentlich bis zu zwölf Neugeborene. Kinderschutzorganisation fordert Eingreifen der Regierung

Carmela Negrete

Bis heute kämpfen in Argentinien Angehörige von Opfern der Militärdiktatur um Aufklärung darüber, was aus den Kindern von ermordeten politischen Gefangenen geworden ist. Während der zwischen 1976 und 1983 in dem südamerikanischen Land herrschenden Diktatur wurden Tausende Neugeborene ihren inhaftierten Eltern geraubt und in fremde Familien gegeben. Dank der Arbeit von Vereinigungen wie den »Großmüttern der Plaza de Mayo« kamen inzwischen viele Familien wieder zusammen.

Doch offenbar hat der Raub von Kindern auch nach dem Ende der Diktatur nicht aufgehört. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Fun­dación Adoptar, die sich für Kinderrechte einsetzt und Adoptionsberatung anbietet, »verschwinden« auch heute noch jede Woche bis zu zwölf Neugeborene aus den Krankenhäusern. Die Stiftung schreibt auf ihrer Homepage, dass drei Regionen des Landes besonders betroffen sind. Dort hätten sich gewöhnliche Kriminelle und Staatsbeamte in Banden zusammengetan, um si...

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