29.08.2016 / Ansichten / Seite 8

»Change«

Neuer Bürgermeister in Johannesburg

Christian Selz

Der Amtseid ist geschworen: Seit Freitag hat Johannesburg einen neuen Bürgermeister, und erstmals seit 1994 gehört der nicht dem African National Congress (ANC) an, sondern der Opposition. Die einstige Befreiungsbewegung, die Südafrika seit dem Ende der Apartheid regiert, hat die größte Stadt des Landes verloren, ganz unspektakulär durch Wahlen. Und sie hat es hingenommen. Die im Vorfeld kursierenden düsteren Szenarien von Wahlfälschung bis hin zu marodierenden Parteimilizen, die den ANC an der Macht halten würden, blieben Phantasie von Medienschaffenden. Südafrika, das hat diese Kommunalwahl gezeigt, ist eine funktionierende Demokratie.

Nun wird aber klar, was »funktionierende Demokratie« eigentlich bedeutet: Es gewinnt in schwierigen Zeiten derjenige, der am lautesten »Change«, Wandel, schreit. Das Programm der Democratic Alliance (DA) lässt sich auf die Parole herunterbrechen: Alles soll sich ändern. Das...

Artikel-Länge: 2860 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe