Der Schwarze Kanal
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26.08.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Arrivederci Italia

Fiat-Holding Exor macht sich in die Niederlande davon. Die Agnelli-Sippe hofft dabei auf Stärkung ihrer Macht und fettere Gewinne

Gerrit Hoekman

Jubel bei unseren Nachbarn: »Ferrari, Juventus und Fiat sind jetzt niederländisch«, freute sich das Algemeen Dagblad (AD) am Dienstag auf seiner Internetseite. Der Grund: Die italienische Industriellenfamilie Agnelli verlegt den Sitz ihrer Holding Exor von Turin nach Amsterdam. Die drei Genannten – zwei Automarken und ein Sportklub – gelten als Institutionen. Sie gehören zu dem Traditionskonzern, der gewöhnlich mit »Fiat« bezeichnet wird und der nach Übernahme des US-Herstellers seit 2014 Fiat Chrysler heißt. »Es ist das x-te Beispiel eines Multis, der aus Belastungsgründen die Niederlande als Domizil wählt«, merkte das AD an. Der EU-Gründerstaat gilt als eine beliebte Steueroase.

Eine Adresse in Amsterdam passe besser zum »weltweiten Charakter der Exor-Gruppe und ihrer Aktionäre«, zitiert das Blatt aus einem gut 500 Seiten starken Informationsdokument der Holding vom vergangenen Freitag. »Die Geschäftsführung glaubt, dass Exor über eine niederländische Ho...

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