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25.08.2016 / Feuilleton / Seite 10

»Spielerische« Ausbeutung

Thomas Wagner

In der vergangenen Woche verwandelte sich Köln in ein Zockerparadies. Rund 345.000 Menschen pilgerten aus 95 Ländern in die Domstadt, um sich auf der internationalen Computer- und Videospielmesse Gamescom über die Trends in der Branche zu informieren. Dabei werden spielerische Elemente längst nicht mehr nur für den privaten Konsum entwickelt.

Beim Militär gehören Strategie- und Ballerspiele seit Jahrzehnten zum Ausbildungsprogramm. Unter dem Stichwort Gamification setzen aber auch immer mehr private Unternehmen auf den Einsatz spielerischer Elemente. Der digitale Kapitalismus ist überaus erfinderisch, wenn es darum geht, die Grenzen zwischen Erwerbsleben und frei verfügbarer Zeit zu verwischen.

Onlinespiele werden als Eignungstests bei der Mitarbeiterrekrutierung eingesetzt. Ein anderes Anwendungsfeld ist die Motivation der Beschäftigten. So hat die Softwarefirma Centigrade aus Saarbrücken für einen Hersteller von Tischlampen in den USA eine speziell...

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