22.08.2016 / Inland / Seite 5

Wenn ein Job nicht reicht

In Düsseldorf treten immer mehr Angestellte eine geringfügige Beschäftigung als Zweitstelle an. Die Mietkosten zwingen sie dazu, so der DGB

Johannes Supe

Acht Stunden arbeiten und dann Feierabend machen, sich das Wochenende frei halten? Für immer mehr Menschen in den Städten Nordrhein-Westfalens gilt das nicht, sie absolvieren nach ihrem Haupt- noch einen Nebenjob. Das gab der Düsseldorfer Stadtverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) bereits am vergangenen Mittwoch unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamts bekannt. In der Landeshauptstadt stieg im Jahr 2015 demnach die Zahl derer, die sich mit einem Minijob ein Zubrot verdienen, um zwei Prozent auf mehr als 25.000. Betroffen von der Entwicklung, die ähnlich auch in anderen Ortschaften Nordrhein-Westfalens anzutreffen ist, sind hauptsächlich Frauen.

»Vor einigen Jahren ging es vielleicht darum, sich den Zweitwagen oder den zweiten Urlaub leisten zu können. Heute reicht oft das Einkommen im ersten Job nicht aus, um über die Runden zu kommen«, erklärte die örtliche DGB-Vorsitzende, Sigrid Wolf, in der Mitteilung. Besorgt sei der Dachverban...

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