20.08.2016 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Unheilbarer Riss im Stoffwe­chsel zwischen Natur und Gesellschaft«

Gespräch. Mit John Bellamy Foster. Über Naturzerstörung im Kapitalismus, den ­ökologischen Marxismus von Marx bis heute und ökologische Probleme als Klassenfragen

Christian Stache

Sie haben jüngst mit Ihrem Kollegen Paul Burkett ein neues Buch mit dem Titel »Marx and the Earth. An Anti-Critique« (»Marx und die Erde. Eine Antikritik«) publiziert. Auf wessen Kritiken antworten Sie?

Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir einen Blick in die Geschichte werfen. In den 1980erJahren ist zuerst in den USA und Kanada, dann in Europa und schließlich überall auf der Welt eine ökosozialistische Bewegung entstanden.

Die erste Generation von Ökosozialisten verband marxistische Ideen mit grüner Theorie. Es entstand eine hybride Analyse. Intellektuelle Pioniere wie Ted Benton, André Gorz und James O’Connor bezichtigten Marx und Engels, ökologische Blindstellen in ihrem Denken zu haben. Sie warfen ihnen sogar vor, anti-ökologische Positionen eingenommen zu haben. Die erste Generation von Ökosozialisten machte bedeutende Fortschritte, aber diese fanden unter der Hegemonie grüner Theoriebildung statt. Einige von ihnen haben sogar vertreten, dass der...

Artikel-Länge: 16080 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe