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Moralischer Rigorismus
Die Reform des Sexualstrafrechts zielt nicht auf einen besseren Schutz von Frauen, sondern auf die Entpolitisierung feministischer Gesellschaftskritik
Ulrike HeiderDer 7. Juli 2016 war ein denkwürdiger Tag. Angestoßen von Frauenverbänden und Opfervertretern, mit den Stimmen von SPD, CDU/CSU, den Grünen und – mit Abstrichen – der Linken, verabschiedete der Bundestag eine Reform des Paragraphen 177 zum Straftatbestand der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung. Allen Beteiligten ging es angeblich um die gesetzliche Umsetzung des feministischen Grundsatzes »Nein heißt nein«, eine Forderung aus den 1970er Jahren. Diese hat sich al...
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