17.08.2016 / Antifa / Seite 15

Messerangriff in Dortmund

Vier Jahre nach dem Verbot einer Neonazikameradschaft häufen sich Überfälle auf Antifaschisten. Rechte und Hooligans planen Aufmärsche

Florian Osuch

Am Sonntag ist in Dortmund ein junger Antifaschist überfallen und verletzt worden. Drei Vermummte hätten dem 24jährigen im Westteil der Stadt aufgelauert. Die Angreifer seien maskiert aus einem Auto gestiegen und hätten auf den Mann eingeschlagen, ein Täter soll mit einem Messer zweimal zugestochen haben. Trotz Stichverletzungen im Bauchbereich und Prellungen im Gesicht konnte der Angegriffene flüchten. Nach einer Erstversorgung im Krankenhaus habe er Anzeige bei der Polizei erstattet. Dies meldete das Bündnis »Dortmund stellt sich quer« am Montag.

Die Linke in Nordrhein-Westfalen geht von einem politischen Motiv für den Messerangriff aus. Die Ruhrmetropole ist als Hochburg von Neonazis bekannt. »Die Polizei muss alles daran setzen, die Täter zu fassen«, erklärte Özlem Demirel, Landessprecherin der NRW-Linken. Dortmund habe schon lange ein Neonaziproblem. Seit Jahren terrorisiere eine Gruppe Rechter die Bevölkerung, auch die Büros der Linken seien Ziel von...

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