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13.08.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Gemeinwohl Nebensache

Im Namen des »Wettbewerbs«: Gericht spielt Schicksal mit mehr als 15.000 Beschäftigten bei Kaiser’s Tengelmann

Gudrun Giese

Wenn es nach den Chefs von Kaiser’s Tengelmann (KT) und Edeka – Karl Erivan Haub und Markus Mosa – gegangen wäre, gäbe es seit über einem Jahr keine eigenständigen Filialen von Kaiser’s (Berlin) und Tengelmann (München, Nordrhein) mehr. Nach der Verkaufsankündigung im Herbst 2014 sollte innerhalb von knapp neun Monaten die traditionsreiche Supermarktkette in Edeka aufgehen – überwiegend von privaten Kaufleuten betrieben, ohne Tarifbindung, ohne Mitbestimmung, ohne Beschäftigungsgarantie.

Doch es kam anders, und im Spätsommer 2016 sind sich zumindest die Chefs bei Edeka und KT mit den Beschäftigten, ihren Betriebsräten, der Gewerkschaft ver.di und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) einig, dass das Geschäft abgeschlossen werden könnte, da alle von Gabriel in seiner Ministererlaubnis gestellten Auflagen in Tarifverträgen umgesetzt sind.

Könnte – wenn nicht zwischenzeitlich das Oberlandesgericht Düsseldorf den Eilanträgen von Rewe und Markant...

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