11.08.2016 / Inland / Seite 8

»Den Einfluss der Türkei halte ich für brandgefährlich«

Hessen hält an Zusammenarbeit mit Religionsbehörde für Islamunterricht an staatlichen Schulen fest. Gespräch mit Rainer Ponitka

Gitta Düperthal

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten, IBKA, fordert, jegliche staatliche Zusammenarbeit und weitere Verhandlungen mit dem Verein »Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion«, DITIB, zum Islamunterricht in Schulen zu beenden. Weshalb nun so ausdrücklich im Fall dieses Vereins?

Wir fordern mit Nachdruck, keinen Religionsunterricht unter Mitwirkung von DITIB zuzulassen, weil der Verein unmittelbar der staatlichen türkischen Religionsbehörde »Diyanet« untersteht. Diese Behörde wiederum ist dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan unterstellt. So erhielte erstmals eine fremde Regierung auf den Schulunterricht in der Bundesrepublik Zugriff. Dagegen wehren wir uns.

Welche Folgen könnte solche Einflussnahme haben?

Wir müssen nur hinschauen, was in der Türkei geschieht. Nach dem Putsch, den Erdogan als »Gottesgeschenk« bezeichnete, gibt es diffuse Schuldzuweisungen, wer dafür die Verantwortung tragen soll. Erdogans AKP hat sogena...

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