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10.08.2016 / Antifa / Seite 15

Überschätzte Terrorbande

Prozess gegen »Oldschool Society« wird im September fortgesetzt. Staatsanwalt räumt mangelndes Wissen über Gefährlichkeit der Gruppe ein

Sebastian Lipp, München

Die »Oldschool Society« (OSS) wurde bis zu den Razzien und Festnahmen am 6. Mai letzten Jahres von den Behörden überschätzt. Das erklärte der Vertreter der Bundesanwaltschaft, Jörn Hauschild, am Mittwoch letzter Woche am Rande des Gerichtsprozesses gegen vier Mitglieder der neofaschistischen Terrorgruppe im Gespräch mit junge Welt in München. Die Truppe war dennoch brandgefährlich, das zeigten die Vernehmungen ehemaliger Mitglieder, bevor der Prozess in die Sommerpause ging. Die Bundesanwaltschaft stuft die Neonazigruppe als terroristische Vereinigung ein. Laut Anklage war sie darauf ausgerichtet, ihre Ideologie »unter Einsatz von Schusswaffen, Brandsätzen oder Sprengmitteln« durchzusetzen. Als Anschlagsziele wurden Geflüchtete und Antifaschisten genannt.

Das Ende der »Old School Society« war im Frühjahr 2015 gekommen. Das polizeiliche Mobile Einsatzkommando (MEK) hatte von einem Zugriff während eines vom 8. bis 10. Mai 2015 vorgesehenen Treffens der Grupp...

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