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10.08.2016 / Inland / Seite 2

»Einige der Schwangeren sind unterernährt«

Initiative von geflüchteten Frauen besucht Asylunterkünfte, hilft bei Problemen und informiert die Menschen über ihre Rechte. Gespräch mit Amal Abdul

Gitta Düperthal

Die Initiative »Women in Exile« ist auf Sommerbustour, um für Rechte geflüchteter Frauen und Kinder zu kämpfen. Am Samstag haben Sie in Göttingen einen sogenannten Empowerment-Workshop veranstaltet. Was diskutieren Sie bei solchen Veranstaltungen?

Dabei dreht sich alles um die Selbstbestimmung und Autonomie der nach Deutschland geflüchteten Frauen. Unsere Initiative hat sich 2002 gegründet, Mitglieder sind geflüchtete Frauen und seit 2012 auch deutsche Unterstützerinnen. Bei unserem Halt in Göttingen haben wir mit einer Gruppe von acht somalischen Frauen über deren Probleme gesprochen. Einige von ihnen müssen mit 70 Euro für 15 Tage auskommen: Das ist zu wenig Geld, zumal sie davon auch die teuren öffentlichen Verkehrsmittel, Hygieneartikel und Lebensmittel, die sie zusätzlich zu dem Essen im Heim brauchen, bezahlen müssen. Deshalb sind sogar einige der Schwangeren ausgerechnet hier im reichen Deutschland unterernährt. Andere wiederum erhalten 400 Euro mon...

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