09.08.2016 / Ausland / Seite 7

Zwei Seiten einer Medaille

Bei Olympia sollen Proteste gegen Putschisten außen vor bleiben. Deren politisches Spiel geht weiter

Peter Steiniger

Die Herren der Ringe greifen zum Besen. Nach dem Proteststurm des Publikums während der Eröffnungsfeier gegen Interimspräsident Michel Temer und einer Häufung von »Temer weg»-Schildern bei Besuchern der Veranstaltungen beschlossen das Internationale Olympische Komitee und das Organisations­komitee Rio 2016 nun ein Verbot politischer Botschaften in den Arenen. Bereits zuvor hatten Sicherheitskräfte immer wieder eingegriffen, Transparente beschlagnahmt und Besucher aus den Stadien entfernt. Der Sprecher des Organisationskomitees, Mario Andrada, rechtfertigte den Schritt am Sonntag vor der Presse in Rio de Janeiro mit der Olympischen Charta, die Politik und Sport voneinander trennt. »Wir wollen saubere Arenen«, betonte Andrada. Gegen mündliche Slogans und Gesänge mit politischer Aussage wolle man jedoch nicht einschreiten. Hätte man solche nicht akzeptiert, »wäre das halbe Maracanã leer gewesen«, so der Sprecher unter Anspielung auf das lautstarke Temer-Bash...

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