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04.08.2016 / Inland / Seite 5

Eine Klinik, viele Gemeinheiten

Der Gesundheitskonzern Median schluckt ein Unternehmen. Die Beschäftigten müssen sich auf einen »rabiaten Umgang« gefasst machen, warnt ver.di

Johannes Supe

Am Dienstag standen die Kollegen des Berliner Median-Krankenhauses im Ortsteil Kladow wieder auf der Straße. Sie waren in den Ausstand getreten, nun bereits zum fünften Mal. Hintergrund ist das Ringen um den Entgelttarifvertrag, der die Löhne der gut 340köpfigen Belegschaft des Hauses regelt. Neben mehr Lohn wünschen sich die Therapeuten, Pfleger, Reinigungskräfte und Techniker vor allem ein Ende der Lohnunterschiede, die in der Klinik herrschen. Denn seit 2005 unterscheidet man in Kladow zwischen besserbezahlten »Altbeschäftigten« und den seitdem hinzugekommenen und schlechtergestellten »Neubeschäftigten«. Über ihre Forderungen hatten die Kollegen und ihre Gewerkschaft ver.di mit Median verhandeln wollen. Und hätte man tatsächlich miteinander gesprochen, so wäre es am Ende vielleicht zu einem Kompromiss, statt zu einem Streik gekommen.

Es kam anders. »Angesetzte Verhandlungstermine hat Median platzen lassen«, sagte der zuständige ver.di-Sekretär Maik Ziga...

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