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03.08.2016 / Thema / Seite 12

Hitlers katholische Marionette

Über die Unterstützung des slowakischen Klerus bei der Vernichtung der ­europäischen Juden und die Rolle des Vatikans

Peter Gorenflos

In seiner Arbeit über die Rolle der Slowakei während des Holocausts (»The Jews of Slowakia were not for Sale: The Holy See and the Holocaust of Slovakian Jewry in Summer of 1942«) beschreibt der israelische Historiker Yeshayahu Andrej Jelinek, wie es schon vor dem Aufkommen des slowakischen Nationalismus im 19. Jahrhundert regelmäßig zu Plünderungen kam, die sich auch, aber nicht nur, gegen Juden richteten. Es handelte sich dabei nicht um antisemitische Pogrome, zu denen es in zahlreichen anderen europäischen Ländern immer wieder kam. Vielmehr ging es um die Aneignung von Reichtum – jenem des wohlhabenden Teils der jüdischen Bevölkerung, aber auch jenem des Adel, des Klerus, und der sich langsam entwickelnden Bourgeoisie. Das Wort Pogrom existierte zu dieser Zeit in der slowakischen Sprache noch nicht. Die »Rabovacka« genannten Raubzüge hatten einen gewissermaßen anarchistischen Charakter, waren von sozialer Not und vom Wunsch nach gerechten materiellen ...

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