13.08.2016 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Zum Baum des Lebens

Glimmende Savanne und eiskalte Wasserfälle: Der Süden Tansanias bietet Abenteuer und Natur abseits der großen Safarirouten

Christian Selz

Tansania, das sind endlose Graslandschaften, das ist das Stampfen der Gnu-Herden, das ist Wildnis. »Je mehr Zeit verging, je weiter wir fuhren, in immer neuen Schleifen, nach dem richtigen Weg suchend, um so unruhiger wurde ich. Seit dem Morgen waren wir keinem Menschen mehr begegnet.« So beschrieb der polnische Afrikakorrespondent Ryszard Kapuscinski, der in den vier Jahrzehnten seines Schaffens zu einer Art kritischem Botschafter des Kontinents wurde, in seinem Klassiker »Afrikanisches Fieber« das Tansania des Jahres 1962. Doch das war die Serengeti. Statt einer Savanne gilt es heute nach der Ankunft in Daressalam erst einmal einen Dschungel zu durchdringen, der aus Blech ist.

Wie ein zerzaustes Wollknäuel, das einem verspielten Junglöwen in die Hände gefallen ist, sind die Autokolonnen auf den asphaltierten Lebenslinien der Metropole am Indischen Ozean allmorgendlich ineinander verflochten. In starrer Anspannung lauern die Fahrer auf die nächste Lücke, ...

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