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28.07.2016 / Inland / Seite 4

Mehr Staatsferne gefordert

Amadeu-Antonio-Stiftung weist Kritik an Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz zurück: Es gebe gar keine Kooperation

Claudia Wangerin

Mehrere antirassistische Initiativen haben am Mittwoch die Amadeu-Antonio-Stiftung aufgefordert, die Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz zu beenden. Die nach einem 1990 ermordeten angolanischen Vertragsarbeiter benannte Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, »eine demokratische Zivilgesellschaft zu stärken, die sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet«. Wer dabei Partner sein kann und wo eine »Zusammenarbeit« beginnt, ist umstritten. Eine Kooperation mit Geheimdiensten sei aus nach Meinung der unterzeichnenden Gruppen »nicht vereinbar mit der Arbeit gegen Rassismus und Antisemitismus«, heißt es in dem offenen Brief, der gestern verschickt wurde. Die Absender arbeiten zum Teil eng mit den Opfern von Neonaziterror und deren Familien zusammen. Neben der Kölner Initiative »Keupstraße ist überall«, der Kasseler »Initiative 6. April« und der »Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas« in Berlin wendeten sich ...

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