26.07.2016 / Ausland / Seite 6

Rio ohne Rousseff

Teilnahme der gewählten Präsidentin Brasiliens an Eröffnung der Olympischen Spiele unwahrscheinlich

Peter Steiniger

Mögen die Spiele ohne sie beginnen: Die aufgrund eines politisch motivierten Amtsenthebungsverfahrens seit dem 12. Mai suspendierte brasilianische Staatschefin Dilma Rousseff von der Arbeiterpartei (PT) zeigt dem Internationalen Olympischen Komitee wohl die kalte Schulter. Wie aus ihrem Umfeld kürzlich verlautete, wird Rousseff eine Einladung des IOC, die Eröffnungszeremonie der Sommerspiele am 5. August im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro zu verfolgen, ausschlagen. Angesichts des protokollarischen Dilemmas, die sich aus Brasiliens Staatskrise ergibt, sollte Rousseff bei den Expräsidenten Lula da Silva, Fernando Collor und José Sarney Platz nehmen. In ihre erste Amtszeit fiel der Hauptteil der Vorbereitungen auf das sportliche Großereignis, das ihr populärer Vorgänger Lula für Brasilien eingeworben hatte. Vor wenigen Monaten hatte Rousseff, im Oktober 2014 wiedergewählt, noch erklärt, sich als »Mutter der Olympiade« zu fühlen. Aufgrund der guten Planung...

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