20.07.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Gewalt gesät

In Baton Rouge erschoss ein Kriegsveteran drei Polizisten

Jürgen Heiser

In Baton Rouge, der Hauptstadt des US-Südstaats Louisiana, erschoss ein ehemaliger US-Marinesoldat am vergangenen Sonntag drei Polizisten und verletzte drei weitere, einen davon schwer, wie Bürgermeister Kip Holden am Montag gegenüber dem Sender NBC erklärte. Die Schüsse seien nahe einer Tankstelle etwa 1,5 Kilometer von der Polizeistation in Baton Rouge entfernt gefallen. Die Wache war seit zwei Wochen Ziel von Demonstrationen gegen rassistische Polizeigewalt. Am 5. Juli war der 37jährige Schwarze und fünffache Vater Alton Sterling von zwei weißen Beamten kontrolliert worden, weil er vor einem Supermarkt CDs verkaufte. Wie ein Video zeigt, warfen sie den wehrlosen Mann zu Boden, bevor ihn einer der Beamten aus nächster Nähe mit vier Schüssen tötete.

Zu den Protesten nach Sterlings Tod erklärte Alexis Phillips, eine 30jährige Einwohnerin von Baton Rouge, gegenüber dem Sender Al-Dschasira, die Leute hätten es »einfach satt«, dauernder diskriminierender ...

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