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19.07.2016 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Sparen bis in den Tod

Sieben Milliarden Euro wollte France Telecom aus den Angestellten herauspressen. Kürzungen und Repressalien ­trieben 60 Beschäftigte in den Suizid. Nun wird die frühere Führung angeklagt

Georges Hallermeyer

Es sind schwere Vorwürfe, die die Pariser Staatsanwaltschaft gegen die frühere Konzernleitung von France Telecom erhebt. Mit dem »Next«-Plan zur Restrukturierung des Unternehmens habe die Leitung »eine Unternehmenspolitik (betrieben), die darauf abzielt, Mitarbeiter zu destabilisieren, ein Arbeitsklima der Angst zu schaffen«. Man habe auf »Überlastung mit Arbeit« gesetzt, Druck ausgeübt, von »Einschüchterung bis hin zu Bedrohungen« nicht zurückgeschreckt. Weiterbildungen seien ungenügend gewesen, von den Beschäftigten habe man aber Mobilität gefordert. Unliebsame seien im Betrieb isoliert worden. Seit 2008/2009 habe der Konzern 22.000 Mitarbeiter geschasst und 10.000 durch Versetzungen und gleichzeitige Degradierungen zermürbt. So steht es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft vom 22. Juni 2016.

Ergänzt worden sei das Vorhaben »Next« durch den Plan »Act«. Durch Einsparungen bei der »Ware Arbeitskraft« habe das Unternehmen etwa sieben Milliarden Euro...

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