Der Schwarze Kanal
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18.07.2016 / Politisches Buch / Seite 15

Konzerne bleiben verborgen

»Panama-Papers« prangern nur Steuerhinterziehung einzelner Politiker an

Gerd Bedszent

Am 9. Mai veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung (SZ) in Zusammenarbeit mit dem »International Consortium of Investigative Journalists« (ICIJ) firmeninterne Informationen der in Panama ansässigen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca. Dies sorgte weltweit für Schlagzeilen – unter anderem auch, weil die SZ-Journalisten ganz schnell eine Buchveröffentlichung nachschoben. Angeblich hatte ein unter dem Decknamen »John Doe« agierender Whistleblower dem Blatt ein Datenkonvolut von 2,6 Terabyte zugespielt. Laut SZ habe die Kanzlei ihre Kundschaft durch Gründung von Off­shorefirmen bei Steuerhinterziehung und Geldwäsche in nicht unbeträchtlichem Umfang unterstützt. Die Presse feierte ausgiebig »das bisher größte Datenleak«. In Talkshows entrüsteten sich Prominente aus Politik und Kultur darüber, dass diverse Staatschefs und Minister die Dienste dieser Kanzlei in Anspruch genommen hatten.

Vom Anspruch der Autoren, »die versteckten Milliarden von Premierministern, Diktato...

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