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15.07.2016 / Inland / Seite 8

»Versuch, die Klimabewegung zu diskreditieren«

Aktivist von »Ende Gelände« steht wegen Blockade einer Braunkohlenbahn vor Gericht. Gespräch mit Norman Pieper

Gitta Düperthal

Am Dienstag hat vor dem Amtsgericht Görlitz der Prozess gegen einen Braunkohlegegner von »Ende Gelände« begonnen. Vorgeworfen wird ihm, sich an die Schienen der Kohlebahn zum Kraftwerk Schwarze Pumpe in der Lausitz gekettet zu haben. Worum ging es im Gerichtsverfahren?

Im Prozess wurden unsere Proteste zu Pfingsten an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg ausführlich besprochen. Das zeigt, dass wir alle gemeint sind – nicht nur unser Freund »Clumsy«, der sich nun vorm Amtsgericht wegen Hausfriedensbruch und Störung öffentlicher Betriebe verantworten muss. Meiner Meinung nach ist der Prozess ein Versuch, die ganze Klimabewegung zu diskreditieren. Für uns ist es inakzeptabel, dass die Staatsanwaltschaft gegen uns vorgeht. Die Verbrechen finden von anderer Seite statt, nämlich beim Kohleabbau, wenn ein Unternehmen wie der schwedische Konzern Vattenfall wegen hoher Renditen ganze Dörfer zerstört. In der Lausitz wurden etwa 160 Orte abgebaggert, die Bewoh...

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