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11.07.2016 / Feuilleton / Seite 10

Ausnahmslos mit Umlaut

Also »Stühl« statt »stu-el«: Herbert Fritschs farcenhafte »Apokalypse« an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin

Andreas Hahn

Ursprünglich für die Ruhrfestspiele Recklinghausen konzipiert, aber nun auf die Volksbühne selbst gebracht, kommt Herbert Fritsch inmitten der Untergangsstimmung mit nichts Geringerem als der Apokalypse.

Gilles Deleuze meinte ja, die Apokalypse sei das Buch jener, die sich für Überlebende halten, nichts weniger als das Buch der Zombies. Die Apokalypse also gleichsam als Liebe/Hassbrief der Überlebenswilligen in einer zombifizierten Welt, in einer, nun ja, szenischen Lesung eben dieser »Apokalypse« in der altvertrauten Übersetzung Martin Luthers (und zwar im Wortlaut der letzten, noch von ihm persönlich redigierten Fassung von anno 1545).

»Selig ist, der da lieset, vnd die da hören die wort der Weissagung vnd behalten, was darinnen geschrieben ist; denn die zeit ist nahe« (Offenbarung, 1,3).

Vergessen wir mal kurz, dass der Text der Apokalypse von Kriegen spricht, von einem »streit im Himel« (Offb., 12, 8), einer Abrechnung zwischen zwei Mächten, die eine rec...

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