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01.07.2016 / Feuilleton / Seite 11

Alles Gute kommt von unten

Die Revolution, ihre Musik und die Zukunft: Die neue M&R beschäftigt sich mit Kuba

Alexander Reich

Der Volkstanz beginnt mit Gegenschlagstöckchen, den Claves: drei Schläge im ersten Takt, zwei Schläge im zweiten. Die tiefen Töne der großen Conga (Tumba) setzen ein. Die Blutpumpe des Liedes. Es folgen eine kleinere Conga mit mehr Freiheit, die Segunda, und eine noch kleinere dieser kubanischen Trommeln, die Quinto. Sie wird später, völlig ungebunden, auf die Tänzer reagieren. Aber zunächst wird der Gesang zugeschaltet. Der Solist kommt von Nonsenssilben auf die vom Chor zu wiederholende Zeile – und Bamm! Auftritt der Tänzer in klaren Rollen: Hahn und Henne. Er scharrt, plustert sich auf, schlägt mit den Flügeln. Und wenn es der Hüftschwung ihm eingibt, zielen seine Lenden überfallartig auf ihren Schoß. Die Attacken werden von ihr eine Zeit lang abgewehrt, indem sie den Rocksaum mit den Händen durch die Luft wirft oder sich abwendet. Das Ende kann man sich denken. Guaguancó heißt der Volkstanz, eine afrokubanische Rumba.

Kein Flamenco

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