27.06.2016 / Ausland / Seite 7

U-Boote enttarnt

Geheimes Treiben unter Wasser: Nachforschungen des schwedischen Militärs von Erfolg gekrönt

Peter Steiniger

Es ist ein handfester Skandal, doch große Wellen schlägt er nicht. Zunächst ein Blick zurück: Seit Oktober 2014 hatten Schwedens Medien und von ihnen angeheuerte Experten die Öffentlichkeit monatelang mit Berichten zur Jagd auf vermeintlich russische U-Boote unter Spannung gehalten. Los ging es, just nachdem die neue Minderheitsregierung von So­zialdemokraten und Grünen ans Ruder gelangt war. Ausgelöst hatte den Wirbel ein vom Militär »durch sehr glaubwürdige Beobachtungen« ausgemachtes unbekanntes Tauchobjekt im Gebiet der Stockholmer Schären. Krisenstäbe tagten, Hunderte Soldaten suchten mit Schiffen, Hubschraubern und Kampfjets nach dem Eindringling. Spekuliert wurde über ein havariertes russisches Kleinst-U-Boot und gestrandete Elitekämpfer der »Speznas« (Einheit zur besonderen Verwendung). Das ganze Feindbildszenarium des kalten Krieges lebte auf. Die deutschen Leitmedien wollten da nicht nachstehen.

Obwohl die aufwendige Operation ergebnislos verlie...

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