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24.06.2016 / Ausland / Seite 6

»Bevor es für Hatay zu spät ist«

Volksräte und Gewerkschaften beraten über Widerstand gegen Dschihadisten im ­türkisch-syrischen Grenzgebiet

Alp Kayserilioglu, Antakya

Die Grenzregion der Türkei zu Syrien ist für die dschihadistischen Gruppen, die gegen Damaskus und die Kurden kämpfen und für zahlreiche Massaker verantwortlich sind, zu einem logistischen Hinterland und Rückzugsgebiet geworden. Während Ankara diese Situation hinnimmt oder sogar befördert, wächst vor allem in der Provinz Hatay der Widerstand der Bevölkerung, die zu einem beträchtlichen Anteil aus nichtislamischen und nichttürkischen Gemeinden besteht. Die Menschen sehen sich von den dschihadistischen Aktivitäten bedroht. In der Provinzhauptstadt Antakya haben sich deshalb Volksräte gebildet, die eine vom türkischen und von anderen Staaten unabhängige und eigenständige Organisierung der Bevölkerung gegen den Krieg und für ein alternatives Gesellschaftsmodell vorantreiben wollen.

Im Rahmen der Volksräte bildete sich eine »Versammlung gegen den Krieg«, die regelmäßig umfassende Berichte zu den Auswirkungen des Krieges im Nachbarland und der türkischen Syrien-...

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