23.06.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Elite bleibt Elite

»Exzellenzstrategie«: Bund und Länder sorgen dafür, dass der Kreis deutscher Vorzeigunis klein bleibt und der Abstand zum Rest größer wird

Ralf Wurzbacher

Nun also »Exzellenzstrategie«. Die Förderung sogenannter Spitzenforschung an heimischen Universitäten läuft demnächst unter neuem Label, vom Prinzip her aber wie gehabt: Wenigen wird gegeben, vielen genommen. Mit dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 16. Juni, die »Exzellenzinitiative« in leicht modifizierter Form auf unabsehbare Zeit zu verlängern, wird das Zweiklassensystem in Deutschlands Hochschullandschaft zum Dauerbrenner. Und damit bestätigt sich das, was Kritiker schon zur ersten Auflage des Uniwettstreits um Extrageld und Extraruhm haben kommen sehen. Eine über Jahrzehnte hinweg weitgehend stabile Struktur der »Gleichen unter Gleichen« wird zerstört.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) freut das: »Wir haben jetzt beste Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Deutschland in der ersten Liga der internationalen Spitzenforschung seine Position weiter ausbauen kann.« Zwar halten Experten die Vorgabe der politisch Verantwortlich...

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