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16.06.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Ohne Umwege zum Profit

Betriebsräte empört, Beschäftigte wehren sich: Rehakonzern Median mag nicht mehr mit der Gewerkschaft ver.di über Tarifverträge verhandeln

Herbert Wulff

Wir schätzen Ihre Arbeit sehr! Deshalb lassen Sie uns ohne Umwege miteinander sprechen!« Dieses wohlklingende Angebot machte Median-Chef André M. Schmidt kürzlich den rund 13.000 Beschäftigten von Deutschlands größtem privaten Rehakonzern. Im Interview mit der firmeneigenen Zeitschrift erklärte er, man sehe »im direkten Dialog mit den Betriebsräten und Ihnen – unseren Mitarbeitern – (…) das Optimum für unsere Personalpolitik«. Soll heißen: Statt verbindlicher Tarifverträge sollen die Einkommen und Arbeitsbedingungen der Belegschaften künftig per Arbeitsvertrag oder »Betriebsvereinbarung« diktiert werden. Die so Beglückten finden das nicht gut.

Ab dem morgigen Freitag streiken die Beschäftigten der Median Klinik Berlin-Kladow. Mit ihrer Forderung nach einem Entgelttarifvertrag stehen sie nicht alleine da. Denn auch anderswo wollen die Median-Belegschaften an den insgesamt 78 Standorten ihre Bedingungen per Tarifvertrag geregelt wissen. Doch die Konzernspitz...

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