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14.06.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Rammbock Real

»Zukunftstarifvertrag« bei SB-Warenhauskonzern könnte zur Verschlechterung der Lohnstruktur im gesamten Einzelhandel führen

Herbert Wulff

Auf den ersten Blick erscheint die kürzlich öffentlich gemachte Einigung über Eckpunkte für einen »Zukunftstarifvertrag« bei Real wie ein gewerkschaftlicher Erfolg. Immerhin sollen bei der Metro-Tochter – die vergangenen Sommer in den Status »Ohne Tarifbindung« (OT) des Unternehmerverbands wechselte – wieder Tarifverträge gelten. Doch auf den zweiten Blick wird klar, dass die rund 38.000 Beschäftigten der Supermarktkette dies mit Lohneinbußen bezahlen sollen. Auf den dritten Blick dann bekommt die Vereinbarung eine weitere, sehr weitreichende Dimension: Sie könnte die Durchsetzung einer neuen, deutlich schlechteren Entgeltstruktur im gesamten Einzelhandel befördern.

Bis Ende Juni sollen die Mitglieder der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) bei Real befragt werden, wie sie zu den Eckpunkten der Vereinbarung stehen. Auf dieser Grundlage soll die unternehmensweite Tarifkommission der Beschäftigtenvertretung eine Entscheidung treffen. Die Diskussio...

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