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13.06.2016 / Ansichten / Seite 8

Unter Zugzwang

Die AfD und der Antisemitismus

Knut Mellenthin

Die »Alternative für Deutschland« (AfD) hat seit Anfang des Monats ihren ersten großen Antisemitismusfall. Damit hat die üblicherweise mehr beschönigend als präzis so bezeichnete »rechtspopulistische« Partei ein ernsthaftes Problem. Aggressiver Rassismus, vor allem gegen Muslime, von denen viele schon in Deutschland geboren und mitten unter uns aufgewachsen sind, gilt zwar in der Mehrheitsgesellschaft als leicht anrüchig, wird aber selbst in seinen widerwärtigsten Auswüchsen strafrechtlich toleriert. Gelegentlich wird diese Art des Denkens und Vorurteilens sogar in Mainstreammedien ausdrücklich verteidigt und ermutigt. Obsessive Hetze gegen Muslime sei eigentlich nur »Religionskritik«, heißt es dann, und sie stehe hierzulande leider unter »Denkverbot«. Dass sie das ohne erkennbare Nachteile in bekannten Zeitschriften frei veröffentlichen können, scheint die Autoren nicht von dem Wahn abzubringen, sie seien ...

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