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11.06.2016 / Geschichte / Seite 15

Die Sollbruchstelle

Vor 25 Jahren wurde Boris Jelzin zum Präsidenten Russlands gewählt. Er schlug die Sargnägel der Sowjetunion ein

Reinhard Lauterbach

Es wunderte damals niemanden mehr. Inmitten eines wachsenden und von kaum jemandem noch in seinen Einzelheiten durchschauten Chaos wurde Boris Jelzin, der charismatische Vorsitzende des Obersten Sowjets der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR), am 12. Juni 1991 zum Präsidenten dieser Republik gewählt. Er erhielt 57,3 Prozent der Stimmen. Genau ein Jahr zuvor, am 12. Juni 1990, hatte der Oberste Sowjet der RSFSR die Souveränität der Republik erklärt und damit den Vorrang ihrer Gesetzgebung gegenüber der sowjetischen beansprucht.

Formal gesehen vollzog die Präsidentenwahl in Russland am 12. Juni 1991 nur nach, was einige Monate vorher Michail Gorbatschow auf der Unionsebene vorgemacht hatte: die Ersetzung der bisherigen Herrschaft der Kommunistischen Partei durch neugeschaffene und auf allgemeinen Wahlen beruhende Führungsämter. Doch inhaltlich gesehen war diese Wahl folgenschwerer als jede Sezession einer anderen Republik, selbs...

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