10.06.2016 / Feuilleton / Seite 11

Hinten rauscht der Fluss

Letzte Lenins (7). In Gedanken versunken in Gera

Carlos Gomes

Auf einem Granitblock im Garten des historischen Hofguts im Geraer Stadtteil Untermhaus sitzt Lenin, ganz in Gedanken versunken. Er hat die Beine übereinandergeschlagen und den Oberkörper nach vorne gebeugt, sein Kopf ist leicht nach rechts geneigt, und die Augenbrauen sind zusammengezogen. Hier wird nicht der Held der Oktoberrevolution oder der charismatische Begründer der Sowjetunion dargestellt, sondern ein nachdenklicher Mensch.

Lenins ökonomische und philosophische Forschungen werden meistens nicht so intensiv diskutiert wie sein politisches und organisatorisches Genie. Dabei haben seine Schriften bis heute kaum an Aktualität eingebüßt und dienen etlichen zeitgenössischen antikapitalistischen Autoren als Inspirationsquelle. So beschäftigt sich z. B. der slowenische Philosoph Slavoj Zizek in seinem Buch »Die Revolution steht bevor. Dreizehn Versuche nach Lenin« mit der Analyse unserer heutigen Gesellschaft aus einer leninistischen Perspektive,...

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